10 Frühe Jahre der Tokugawa Zeit
Jukichi Inoue schreibt:
In den frühen Jahren der Tokugawa-Zeit bewahrten die Samurai noch immer die rauen und gewalttätigen Sitten der Bürgerkriegszeit. Sie verachteten Sanftmut, die sie den verweichlichten Einwohnern Kyotos zuschrieben, und luxuriöses Leben, das sie der Kaufmannschaft vorbehalten sahen. Gleichzeitig übten sie sich in Kriegskunst und förderten ihren Kampfgeist.
Die Unruhen jener Zeit waren so gross, dass selbst Kaufleute Schwerter trugen, wenn sie durch die Strassen gingen. Sie brauchten sie auch, denn unschuldige Männer wurden nachts auf offener Strasse niedergemetzelt, um die Schärfe der Schwerter zu prüfen. Diener, die Diebstahl begangen hatten, ihren Herrn auf seinem Heimweg zu Pferd nicht begleitet hatten oder mit weiblichen Dienerinnen durchgebrannt waren, wurden nach dem Willen ihres Herrn bestraft, der die Schärfe eines neuen Schwertes an ihrem Hals testete. Die Feudalregierung erliess regelmässig Gesetze, um diesen Gewalttaten ein Ende zu setzen.