
Ki in chinesischer Siegelschrift
Ki im Aikido
In Kalligraphien wird immer das alte Schriftzeichen für Ki 氣 dargestellt, weil es aus den Zeichen für Reis und Dampf zusammengesetzt ist. Das Zeichen 気 der neuen Rechtschreibung enthält zwar den Dampf, aber der vereinfachte Teil suggeriert "einschliessen", was nicht der Idee vom Ki entspricht.
Ueshiba Morihei sprach in seinem Unterricht wenig über Ki, für ihn war der Begriff Aiki wichtiger. Allerdings lehrte er, dass die Basis des Universums das sogenannte Ur-Ki ist, shinkū no ki (真空の気), was man als "Ki im leeren Raum" übersetzen kann. Er nannte es auch kurz shinki (真気), das heisst "wahres Ki".
Seine Schüler sollten sich "mit dieser kosmischen Quelle verbinden, sich des gewöhnlichen Ki entledigen und ihre Organe vom wahren Ki durchströmen lassen". (Stevens,1993).
Tohei Koichi machte ab 1953 Aikido in Hawaii bekannt. Dabei liess er sich oft von erfahrenen und meist körperlich überlegenen Judoka oder anderen Kampfsportlern angreifen, um sie mit Aikidotechniken zu bändigen. Er erklärte seine erstaunlichen Kräfte mit Ki. Aikido lehre, den Fluss des Ki in sich selbst zu spüren und es nach aussen fliessen zu lassen. Er konnte mit Ki grosse Personen mit dem kleinen Finger wegschieben. (Black Belt, 1962).






