Zu diesem Lebenslauf fügt der Autor eine kleine Sammlung von "Episoden" (エピソード) hinzu, was auch als "Anekdoten" bezeichnet werden könnte. Neben seinen eigenen Erinnerungen benutzt er wieder das Internet als Quelle. Interessant ist seine Bemerkung zu der Bezeichnung MUSUBI.
Anekdoten
Das Studium vieler Budokünste
Yoshigasaki sprach selten über sich selbst, daher sind die Fakten unklar, aber es heißt, er habe Shorinji Kempo, Karate, Kickboxen, Fechten und andere Disziplinen praktiziert.
Yoga und Kriegertraining 武者修行
Wikipedia gibt an, dass er „mit 10 Jahren mit Yoga begann“ und „1971 nach Indien reiste, um Yoga zu studieren“.
Yoshigasaki unternahm um 1972 ausgedehnte Asienreisen.* Man nimmt an, dass er zu dieser Zeit auch nach Indien reiste. Während seiner Reisen übte er seine Techniken an Einheimischen in Afghanistan, was ihm, wie er sagte, Selbstvertrauen gab.
Mehrere Sprachen sprechen
Bis zum Abitur beherrschte er Englisch und Französisch. Einige Websites geben auch an, dass er Italienisch sprechen konnte. Während seiner Studienzeit sagte er: „Wenn man eine Sprache lernt, sind alle europäischen Sprachen gleich.“
Religion
Obwohl Wikipedia angibt, dass er „auch Zen-Buddhismus, Shintoismus, Christentum und Islam studierte“, können wir davon ausgehen, dass er eher breit angelegte als tiefgehende Studien durchführte. Auf die Frage auf der Website „Lectures from Doshu“: „Was sind die Merkmale des Shintoismus?“ antwortete er: „Ich kenne mich damit nicht sehr gut aus.“
Studentenzeit... Selbstständig
Er sagte, er habe selbst gekocht, kein Geld von zu Hause bekommen und sich selbst versorgt.
Damals war Hauslehrer als Job üblich, aber er eröffnete eine Nachhilfeschule und unterrichtete dort Kinder.
Es heißt, er habe die Kinder in Seiza sitzen lassen.
Studentenzeit... Geselligkeit
Yoshigasaki war nie mit anderen zusammen; er war immer allein.
Er war keineswegs schüchtern und konnte ohne zu zögern mit jedem reden. Dies könnte die treibende Kraft hinter seinen Versuchen gewesen sein, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Studentenzeit...Seiza
Yoshigasaki fiel es anfangs schwer, im Seiza zu sitzen. Während seines Sommercamps im ersten Studienjahr bei drei Stunden im Seiza, brach er nach anderthalb Stunden zusammen. Später schrieb er in einem Beitrag für den Verein der Ehemaligen der Universiät: „Ich hatte Schwierigkeiten, still zu sitzen, mein Körper wurde steif und ich konnte mich nicht bewegen.“
Kontakte nach dem Uni-Abschluss
Yoshigasaki war offen und kam mit jedem aus. Anscheinend stattete er manchmal den aktiven und älteren Schülern (Sempai) des Aikido-Clubs des Tokyo Institute of Technology unerwartete Besuche ab. Wikipedia schreibt: „Als er jung war, hieß er den unbekannten amerikanischen Schauspieler Steven Seagal in Japan willkommen, bot ihm Unterkunft und brachte ihm Aikido bei, wofür er schließlich seinen zweiten Dan erhielt.“
Er war nie hinter Frauen her, aber es gab Zeiten, in denen sie ihm nachstellten. Er scheint bei Frauen beliebt gewesen zu sein.
Er scheint von vielen seiner Schüler respektiert worden zu sein.
Die Harmonisierung des Ki mit Himmel und allen Dingen ist der Kern des Aikido. (氣を天と万物に合わせる、合気道の真髄である。)
Gesichtsausdruck
Yoshigasaki lächelte gelegentlich verhalten, zeigte aber selten Emotionen.
Online-Fotos von ihm zeigen jedoch immer ein lächelndes Gesicht.
In seinen späteren Jahren scheint er ein sehr sanfter Mensch geworden zu sein.
Unter https://toitsu.dk gibt es eine Seite mit dem Titel „Erinnerungen an Doshu“, die eine schier endlose Anzahl von Würdigungen enthält. [2] Dies zeigt auch, wie sehr er von seinen vielen Schülern geachtet wurde.
MUSUBI
Dieser Ausdruck erscheint auf Websites aus verschiedenen Ländern. Es scheint „Verbindung“ (結び) zu bedeuten, aber die Bedeutung ist unklar.
Es ist unklar, ob es "Sammlung, Kompilation" (集大成) oder "Menschen verbinden" (人々を結びつける) bedeutet.
Yoshigasakis Gedanken sind unter https://knkmusubi.net/ [3] zusammengefasst.
Quellen:
[1] https://hr.wikipedia.org/wiki/Kenjiro_Yoshigasaki
[2] https://toitsu.dk
[3] https://knkmusubi.net/
*Ende 2025 teilte der Betreiber der Webseite nach einem E-Mail-Kontakt mit, dass zufolge der Erinnerung des Artikelverfassers die Reise wohl einige Monate und nicht ein ganzes Jahr gedauert habe - wie es an einigen Stellen im Internet berichtet wird. Allerdings habe Yoshigasaki dabei ein Jahr Studienzeit verloren. [BB]