Kagemusha - Der Schatten des Kriegers

影武者

1 Der Berg bewegt sich nicht

Das Motto des Hauses Takeda:
Schnell wie der Wind,
ruhig wie der Wald,
furchtbar wie das Feuer,
unbeweglich wie ein Berg.

2 Nobunaga

Nobunage erfährt vom Tod Shingens.
"Das Leben ist ein Traum, ein trügerisches Bild; es kann nicht für immer dauern."

3 Vorzeichen

Der Geist des toten Shingen versucht mit Zeichen am Himmel seinen heissblütigen Sohn Katsuyori vom Vormarsch abzuhalten.

4 Der Untergang

Filmdaten

Deutscher Titel: Kagemusha – Der Schatten des Kriegers
Originaltitel: 影武者 Kagemusha
Erscheinungsjahr: 1980
Länge: international 160 Minuten

Stab
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Masato Ide
Musik: Shinichirō Ikebe
Kamera: Takao Saitō
Schnitt: Don Guidice, Thomas Stanford, Fredric Steinkamp

Besetzung
Nakadai Tatsuya: Shingen / Kagemusha
Yamazaki Tsutomu: Nobukado Takeda
Kenichi Hagiwara: Katsuyori Takeda
Nezu Jinpachi: Sohachiro Tsuchiya
Otaki Hideji: Masakage Yamagata
Ryu Daisuke: Nobunaga Oda
Yui Masayuki: Ieyasu Tokugawa

Handlung

Japan, 1572: Es herrscht eine erbitterte Blutfehde zwischen verfeindeten Clans, die sich in den zwei Bünden um die Städte Kamakura und Kyōto vereinigt haben. Das Heer des Takeda-Clans scheint unbesiegbar, doch der geschwächte Tokugawa-Clan nutzt seine Beziehungen zu portugiesischen Missionaren dazu, seine Armee allmählich mit Musketen auszurüsten, so dass die Takeda unter Zeitdruck sind.
Die Armee von Shingen Takeda belagert die Festung Noda und schafft es, die Wasserversorgung zu kappen. Doch jemand in der Festung spielt jeden Abend auf der Flöte, und alle Kampfparteien halten inne, um zu lauschen.
Fürst Shingen ist sehr abergläubisch. Vor Monaten begnadigte er einen alten Taschendieb, der zum Tode verurteilt war, aus Faszination darüber, dass dieser Mann sein perfekter Doppelgänger, ein „Kagemusha“, ist. Sein Orakel teilt ihm mit, dass er oder dieser Mann hätten sterben müssen. Der Tod des Diebes wäre rechtlich vertretbar gewesen, aber nun kann er ihn nicht mehr töten; er muss sich diesen Mann zu Nutze machen, und er muss den Krieg schnell gewinnen, wenn er überhaupt siegen will.
Shingen Takeda geht zur Burg und lauscht dem Spiel der Flöte, um daraus auf die Psyche der Eingeschlossenen zu schließen. Er sagt: „Wenn sie in der kommenden Vollmondnacht immer noch Lust auf das Flötenspiel haben, wird die Burg halten, wenn nicht, dann fällt sie.“ Doch in der Vollmondnacht gibt er ein gutes Ziel ab und wird niedergeschossen, sein Doppelgänger muss seine Stellung bekleiden, da die Samurai nur dem Patriarchen selbst Treue schulden. Fürst Shingen stirbt an seinen Verletzungen und wie von ihm angeordnet, wird seine Leiche heimlich im Biwa-See versenkt, und wie gewünscht bemerken weder seine eigenen Soldaten noch der Feind seinen Tod.
Anfangs stark eingeschüchtert durch die strengen Sitten im Hause eines Clanchefs entwickelt sich Kagemusha zu einem großartigen Mimen, den die Konkubinen und der Enkel für echt halten. Er wird grundsätzlich von Auftritten, bei denen er mit Fremden reden muss, ferngehalten; kann man es nicht vermeiden, sagt er im Stil des alten Feldherrn „Der Berg bewegt sich nicht.“ Doch nach einer Weile passiert den Beratern ein gravierender Fehler, als sie ihm zu viel Autonomie gewähren: Kagemusha will unbedingt das Pferd des alten Shingen Takeda reiten, aber das Tier scheut und wirft ihn vor aller Augen ab. Man merkt allgemein, dass ihm eine Narbe Shingens fehlt, er ist aufgeflogen. Shingens Sohn Katsuyori, der ihn hasst, verstößt ihn sofort und übernimmt die Leitung des Clans und der Allianz. Er will sich beweisen und ändert die defensive Strategie in Angriff.
In der Zwischenzeit haben die Verbündeten von Tokugawa kräftig aufgerüstet; dies zeigt sich in der Schlacht von Nagashino, die sich 1575 tatsächlich ähnlich abspielte. Als der Takeda-Clan angreift, wird er dabei von den 3.000 Schützen der Nobunaga-Tokugawa-Allianz mit Tanegashima-Arkebusen restlos zusammengeschossen.